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Winter im OstallgäuUnabhängiger Winterführer

Winterkarte Ostallgäu: Orte, Seen und Berge

Aktualisiert am · Lesezeit ca. 3 Minuten

Das Ostallgäu reicht von den Bergen an der Grenze zu Tirol bis weit hinaus ins flache Schwaben. Wer den Winter hier plant, sollte die drei Gesichter des Landkreises kennen – denn im Norden kann es grün sein, während im Süden meterhoch Schnee liegt.

Allgäuer und Ammergauer Alpen · Grenze zu TirolLechWertachForggenseeHopfenseeElbseeBuchloeMarktoberdorfObergünzburgKaufbeurenAitrangSeegRoßhauptenLechbruckNesselwangPfrontenFüssenSchwangauHalblechBergorte im SüdenHügelland & Nordenkreisfreie StadtN ↑schematisch, Lagen gerundet · weitere Seen: Weißensee, Bannwaldsee, Alpsee, Schwansee
Schematische Karte: Bergorte im Süden, Seenland um Füssen, Hügelland im Norden.

Ein Landkreis, drei Winter

Der Landkreis Ostallgäu entstand 1972 aus mehreren Vorgängerkreisen und hat heute seinen Sitz in Marktoberdorf. Er umfasst 45 Gemeinden, darunter die Städte Füssen, Marktoberdorf und Buchloe. Die kreisfreie Stadt Kaufbeuren liegt mitten im Landkreis, gehört aber nicht dazu. Für Wintergäste wichtiger als jede Verwaltungsgrenze ist die Höhe: Zwischen dem tiefsten Punkt bei Lamerdingen im Norden (rund 578 Meter) und der Hochplatte im Süden (2.082 Meter) liegen gut 1.500 Höhenmeter – und damit ganz unterschiedliche Winter.

1. Die Bergorte am Alpenrand

Im Süden reihen sich die Orte auf, die man mit Winterurlaub verbindet: Nesselwang mit der Alpspitze, Pfronten mit Breitenberg und Aggenstein, Füssen und Schwangau im sogenannten Königswinkel mit Tegelberg und den Königsschlössern, Halblech mit dem Buchenberg und dem Zugang zu den Ammergauer Bergen. Hier gibt es Skilifte, die meisten Loipen, Rodelbahnen und Winterwanderwege. Die Täler liegen etwa zwischen 800 und 950 Metern, die Bergstationen deutlich höher.

Pfronten grenzt direkt an Tirol; über das Vilstal und Reutte ist man schnell im Außerfern. Füssen ist Endpunkt der Bahnstrecke aus Richtung Buchloe und Kaufbeuren und damit für viele der Ausgangspunkt eines Winterurlaubs ohne Auto.

2. Das Seenland um Füssen

Zwischen Füssen, Roßhaupten, Lechbruck und Halblech liegt eine Landschaft aus Seen: der große Forggensee, der Hopfensee, der Weißensee, der Bannwaldsee und rund um Hohenschwangau Alpsee und Schwansee. Im Winter wirkt diese Gegend besonders still. Der Forggensee wird abgesenkt, andere Seen frieren in kalten Wintern zu, und die Uferwege eignen sich hervorragend für Spaziergänge. Mehr dazu im Beitrag Seen im Winter.

3. Das Hügelland im Norden

Nördlich von Seeg und Roßhaupten beginnt das Allgäuer Alpenvorland, das nach Norden hin immer flacher wird. Um Marktoberdorf, Obergünzburg, Aitrang und Buchloe prägen Wiesen, Moore, Wälder und kleine Seen wie der Elbsee das Bild. Schnee ist hier weniger verlässlich, dafür gibt es an klaren Wintertagen einen besonderen Blick: die ganze Alpenkette als weiße Wand am Horizont.

Flüsse und Wege

Zwei Flüsse durchziehen den Landkreis von Süden nach Norden: der Lech, der im Forggensee aufgestaut wird und in Füssen den bekannten Lechfall bildet, und die Wertach, die im Westen durch Nesselwang und Marktoberdorf fließt. Entlang dieser Täler verlaufen auch wichtige Straßen und Bahnlinien.

Auf der Karte weiterlesen

Die Bergorte und ihre Wintersportmöglichkeiten beschreiben die Beiträge Skifahren und Langlauf. Was man abseits des Sports im Winter sehen kann, steht unter Ausflugstipps. Hintergründe zum Landkreis bietet der Wikipedia-Artikel Landkreis Ostallgäu.

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