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Winter im OstallgäuUnabhängiger Winterführer

Übernachten im Ostallgäu im Winter

Aktualisiert am · Lesezeit ca. 3 Minuten

Wo man im Winter übernachtet, entscheidet oft mehr über den Urlaub als die Unterkunft selbst. Im Ostallgäu liegen Schnee, Stille und Sehenswürdigkeiten nicht überall gleich nah beieinander – ein paar Überlegungen vorab lohnen sich.

Welcher Ort passt zu welchem Winter?

Wer Ski fahren oder langlaufen will, wohnt am besten direkt am Alpenrand: in Nesselwang, Pfronten, Schwangau, Füssen oder Halblech. Von dort sind Lifte und Loipen schnell erreichbar, und bei Neuschnee muss man nicht erst über verschneite Straßen anreisen.

Wer Schlösser, Seen und Kultur sucht, ist im Königswinkel rund um Füssen und Schwangau richtig. Hier liegen Neuschwanstein, Hohenschwangau, die Füssener Altstadt und die Seen in Gehweite oder wenige Busminuten voneinander entfernt.

Wer Ruhe sucht, findet sie in den Dörfern am Forggensee, etwa in Rieden, Roßhaupten oder Lechbruck, oder im Hügelland um Seeg, Marktoberdorf und Obergünzburg. Die Unterkünfte sind dort oft günstiger, und die Berge sind trotzdem nicht weit.

Hotel, Ferienwohnung oder Bauernhof?

Die Bandbreite ist groß. Hotels und Pensionen bieten den Vorteil, dass man sich nach einem kalten Tag um nichts kümmern muss; viele haben Sauna oder Wellnessbereiche. Ferienwohnungen sind bei Familien beliebt, die flexibel kochen und essen wollen. Eine Besonderheit der Region ist Urlaub auf dem Bauernhof: Viele Höfe im Allgäu vermieten Wohnungen, und für Kinder ist der Stall mit Kühen, Kälbern und manchmal Pferden im Winter ein großes Erlebnis.

Kurbeitrag und Gästekarte

In vielen Orten des Ostallgäus wird ein Kurbeitrag erhoben, der pro Person und Nacht zur Übernachtung hinzukommt. Dafür erhält man eine Gästekarte. Je nach Ort sind damit Vergünstigungen verbunden, zum Beispiel bei Bergbahnen, Museen oder Eintritten, und in vielen Orten auch die kostenlose oder vergünstigte Nutzung bestimmter Buslinien. Welche Leistungen genau gelten, unterscheidet sich von Ort zu Ort – fragen Sie Ihren Gastgeber.

Anreise im Winter

Mit der Bahn: Füssen ist Endpunkt einer Bahnstrecke, die über Buchloe und Kaufbeuren Anschluss nach München und Augsburg hat. Marktoberdorf liegt ebenfalls an der Schiene. Pfronten erreicht man über die Außerfernbahn von Kempten aus. Vom Bahnhof geht es mit Bus oder Abholung durch den Gastgeber weiter.

Mit dem Auto: Die A7 führt von Norden bis nach Füssen an die Grenze. Im Winter gehören Winterreifen und etwas Zeitpuffer dazu, und auf Bergstraßen zu manchen Höfen und Pensionen können Schneeketten sinnvoll sein. Fragen Sie vorher, ob die Zufahrt geräumt wird und wo Sie parken können.

Worauf man bei der Unterkunft achten sollte

  • Gibt es einen Skiraum oder einen Platz zum Trocknen von Schuhen und Kleidung?
  • Wie weit ist es zur nächsten Bushaltestelle oder Talstation?
  • Ist die Zufahrt im Winter problemlos, und gibt es einen Parkplatz?
  • Welche Leistungen enthält die Gästekarte am Ort?

Wo die Orte liegen und was sie im Winter ausmacht, zeigt die Winterkarte. Für die Abende nach dem Sport: Essen und Trinken.

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