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Winter im OstallgäuUnabhängiger Winterführer

Skating-Langlauf im Ostallgäu

Aktualisiert am · Lesezeit ca. 3 Minuten

Skating ist die schnelle, athletische Schwester des klassischen Langlaufs. Statt in Rillen zu laufen, stößt man sich wie beim Schlittschuhlaufen seitlich ab. Das ist anstrengend – und macht genau deshalb vielen so viel Spaß.

Verschneite Wiesen im Engetal bei Pfronten, im Hintergrund der Aggenstein
Engetal bei Pfronten mit dem Aggenstein – offenes Gelände, wie es Langläufer mögen. Foto: Flodur63, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Was Skating anders macht

Beim Skating gibt es keine Spurrillen. Die Loipe wird breit und glatt präpariert, meist direkt neben der klassischen Spur. Man stellt die Ski in einem V und drückt sich abwechselnd über die Innenkante ab, während der andere Ski gleitet. Weil die Ski keine Steighilfe brauchen, gleiten sie auf der gesamten Länge – das macht Skating schneller als den klassischen Stil.

Auf vielen Loipen im Ostallgäu werden beide Stile parallel angeboten. Rundkurse mit Anstiegen fordern ambitionierte Sportler, flache Wiesenrunden eignen sich zum Üben.

Die wichtigsten Schrittarten

Skating kennt mehrere Techniken, die je nach Gelände wechseln. Grob gesagt:

  • Eintakt (1:1): Bei jedem Beinabstoß setzt man beide Stöcke ein. Das ist kraftvoll und eignet sich für flache Passagen und leichte Anstiege.
  • Zweitakt asymmetrisch: Die Stöcke werden nur bei jedem zweiten Abstoß eingesetzt, und zwar leicht versetzt. Das ist der typische „Bergschritt“ für steilere Anstiege.
  • Zweitakt symmetrisch: Stockeinsatz bei jedem zweiten Schritt, beide Stöcke gleichzeitig – ein ökonomischer Rhythmus für mittleres Gelände.
  • Skaten ohne Stöcke: gut zum Üben des Gleichgewichts und in schnellen, flachen Abfahrten.

Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Lehrmeinung und Land, gemeint ist im Kern dasselbe.

Ausrüstung

Skatingski sind kürzer und steifer als klassische Ski und haben keine Steighilfe. Sie werden mit Gleitwachs behandelt, passend zur Schneetemperatur. Die Schuhe sind höher und stützen den Knöchel seitlich, denn der Abstoß über die Kante belastet das Gelenk stark. Die Stöcke sind länger, sie reichen etwa bis zum Kinn.

Wer nicht gleich kaufen möchte: In den Wintersportorten gibt es Verleihstationen, meist in Sportgeschäften. Lassen Sie Bindungsposition und Stocklänge passend einstellen – das macht mehr aus, als man denkt.

Körper und Kondition

Skating gilt als eine der anstrengendsten Ausdauersportarten. Beine, Rumpf, Arme und Schultern arbeiten gleichzeitig. Für Einsteiger ist es normal, nach wenigen hundert Metern außer Atem zu sein. Hilfreich ist ein gleichmäßiges Tempo, bei dem man sich noch unterhalten könnte, und regelmäßige Pausen außerhalb der Spur.

Nicht unterschätzen sollte man die Kälte in Kombination mit Schweiß: Nach dem Training schnell trockene Kleidung anziehen und etwas Warmes trinken. Hinweise zur passenden Kleidung finden Sie im Beitrag über Winterwandern.

Wenn der Schnee knapp ist

Skating-Loipen brauchen eine solide Schneeunterlage, weil sie breit präpariert werden. In schneearmen Wochen sind oft nur einzelne, höher gelegene Runden geöffnet. Dann lohnt sich ein Blick auf den klassischen Langlauf, für den eine schmale Spur manchmal noch reicht, oder auf die aktuelle Schneelage.

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