Ausflugstipps für den Winter im Ostallgäu
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Nicht jeder Wintertag ist ein Sporttag. Manchmal regnet es, manchmal fehlt der Schnee, manchmal will man einfach etwas anschauen. Das Ostallgäu hat dafür mehr zu bieten als die meisten Wintersportregionen.

Neuschwanstein und Hohenschwangau im Winter
Schloss Neuschwanstein gehört zu den meistbesuchten Schlössern Europas. Im Sommer drängen sich hier die Menschen, im Winter ist es deutlich ruhiger. Das Schloss ist auch in der kalten Jahreszeit geöffnet, allerdings mit kürzeren Öffnungszeiten, und Führungen müssen in der Regel im Voraus gebucht werden. Der Aufstieg zu Fuß dauert etwa eine halbe Stunde; im Winter können einzelne Wege, etwa zur Marienbrücke, wegen Eis gesperrt sein.
Gleich gegenüber liegt Schloss Hohenschwangau, in dem König Ludwig II. einen Teil seiner Jugend verbrachte. Zwischen beiden Schlössern liegen Alpsee und Schwansee – ein Spaziergang am Ufer rundet den Besuch ab.
Füssen: Altstadt am Lech
Füssen ist die südlichste Stadt des Landkreises und eine der höchstgelegenen Städte Bayerns. Die Altstadt mit ihren bunten Häusern und Gassen ist im Winter besonders stimmungsvoll, vor allem in der Adventszeit. Über der Stadt thront das Hohe Schloss, einst Sommerresidenz der Augsburger Fürstbischöfe. Im ehemaligen Kloster St. Mang erzählt ein Museum von der Geschichte Füssens als Zentrum des Lauten- und Geigenbaus.
Nur wenige Gehminuten entfernt stürzt der Lech über den Lechfall – im Winter mit Eis an den Rändern besonders eindrucksvoll.
Burgruine Falkenstein über Pfronten
Auf rund 1.268 Metern über Pfronten steht die Ruine der Burg Falkenstein, die höchstgelegene Burgruine Deutschlands. König Ludwig II. wollte hier ein weiteres Märchenschloss bauen, das aber nie verwirklicht wurde. Der Weg hinauf ist im Winter eine anspruchsvollere Wanderung; oben belohnt ein weiter Blick über das Vilstal und bis ins Flachland.
Aussichtsberge ohne Anstrengung
Wer die Berge von oben sehen will, ohne Ski zu fahren, nimmt eine Bergbahn: die Tegelbergbahn in Schwangau, die Bahnen am Breitenberg in Pfronten oder die Alpspitzbahn in Nesselwang. Bei Inversionswetter, wenn im Tal Nebel liegt, sieht man von oben auf ein weißes Wolkenmeer – ein typisches Winterbild am Alpenrand. Betriebszeiten und Wetter vorher prüfen.
Marktoberdorf und der Norden
Die Kreisstadt Marktoberdorf liegt auf einem Hügel, gekrönt von der Stadtpfarrkirche St. Martin und dem ehemaligen fürstbischöflichen Jagdschloss. Von hier aus sieht man bei klarem Wetter die ganze Alpenkette. Im nördlichen Landkreis locken außerdem kleine Barockkirchen und ruhige Dörfer – im Winter oft menschenleer.
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Wo die Orte liegen, zeigt die Winterkarte. Für die Pause nach dem Ausflug: Essen und Trinken. Und wer doch noch Bewegung sucht: Pferdeschlittenfahrten verbinden Ausflug und Winterlandschaft.