Die Seen des Ostallgäus im Winter
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Im Sommer sind die Seen rund um Füssen voller Badegäste und Boote. Im Winter werden sie still, manche frieren zu, und einer verschwindet fast ganz. Wer die Seen nur vom Sommer kennt, entdeckt im Januar eine andere Landschaft.

Forggensee: der See, der im Winter verschwindet
Der Forggensee ist kein natürlicher See. Er entstand zwischen 1950 und 1954, als der Lech bei Roßhaupten aufgestaut wurde. Mit gut 15 Quadratkilometern ist er der flächenmäßig größte Stausee Deutschlands. Im Winter wird er abgesenkt: Über Jahrzehnte fiel der Pegel dabei um zehn bis fünfzehn Meter, seit einigen Jahren wird die Absenkung zum Schutz der Natur geringer gehalten. Der tiefste Stand wird meist im März erreicht.
Was dann zum Vorschein kommt, ist erstaunlich: Fundamente früherer Gebäude, alte Wegtrassen und Spuren der römischen Via Claudia Augusta, die einst durch das Tal führte. Wo im Sommer Segelboote kreuzen, liegt im Winter eine weite, oft verschneite Ebene mit dem Lech als schmalem Band darin.
Hopfensee: flach und früh gefroren
Der Hopfensee bei Füssen ist knapp zwei Quadratkilometer groß und mit maximal gut zehn Metern sehr flach. Flache Seen kühlen schneller aus und frieren in kalten Wintern früher zu als tiefe. Der Weg rund um den See ist im Winter eine beliebte Runde, mit dem Ort Hopfen am See, dem Säuling und dem Tegelberg im Blick.
Weißensee, Schwansee, Alpsee
Westlich von Füssen liegt der Weißensee, eingebettet zwischen Wald und Bergen. Bei Schwangau, zu Füßen der Schlösser, liegen der kleine Schwansee in einem Landschaftspark und der tiefe, klare Alpsee. Rund um beide führen Wege, die man im Winter wunderbar mit einem Blick auf Neuschwanstein und Hohenschwangau verbinden kann. Der Alpsee ist tief und friert nur selten vollständig zu.
Bannwaldsee und Elbsee
Der Bannwaldsee nördlich von Schwangau ist von Moor- und Riedflächen umgeben und im Winter ein ruhiger Ort für Naturbeobachtung. Weit im Norden, bei Aitrang, liegt der Elbsee – ein kleiner See im Hügelland, der in kalten Wintern ebenfalls zufrieren kann.
Eis auf den Seen
Ob ein See trägt, entscheidet nicht das Gefühl, sondern die Eisdicke. Die DLRG empfiehlt auf stehenden Gewässern mindestens 15 Zentimeter. In Bayern geben die Gemeinden Eisflächen offiziell frei, wenn sie sicher sind. Alles Weitere zum Thema im Beitrag Eislaufen.
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Die Lage der Seen zeigt die Winterkarte. Wer die Seen lieber zu Fuß erkundet, findet Tipps beim Winterwandern. Hintergründe zur Geschichte des Stausees liefert der Wikipedia-Artikel Forggensee.